Aktuelle Beiträge
Das RepairCafè hat meinen Verstärker gerettet
Da mein alter Verstärker von Technics immer wieder Aussetzer hatte, wollte ich ihn schon über die Altgerätesammlung entsorgen. Aber irgendwie konnte ich mich nicht von ihm trennen. Gebaut wurde dieser leistungsstarker Vollverstärker zwischen 1988 und 1990 und damals für rd. 400 DM verkauft.
Also lag nichts näher, als das RepairCafe im Ledatreff aufzusuchen. Gleich im Anmeldebereich spürte man die gute und freundliche Atmosphäre. Und nachdem die Formalitäten erledigt waren ging es nach einem Becher Kaffee direkt weiter in die Elektroabteilung. Dort warteten Rolf Extra und Karl Bock. Als mein Verstärker nach gut 10 Minuten Spielzeit einen Aussetzer hatte, ging es sofort auf die Fehlersuche. Und der Fehler war schnell gefunden und konnte mit Kontaktspray behoben werden. Was für ein schöner, erfolgreicher Nachmittag. Nette, hilfsbereite Menschen kennen gelernt und mein Verstärker ist wieder voll funktionstüchtig. Das spart Geld und schont die Umwelt. Danke an die dortigen freiwilligen Helfer*innen für ihr Engagement.
März 2026
Wo bleibt Tempo 130 ?
Wenn ich durch unsere Nachbarländer fahre habe ich immer das Gefühl, dass alle Verkehrsteilnehmer viel entspannter und sicherer über den Asphalt rollen. Warum nicht hier? Nur weil porschefahrende Politiker höhere Interessen vertreten? Mit Tempo 130 km/h könnten wir immerhin pro Jahr rund 1,5 Mill. To CO2 und 600 Mill. Liter teuren Sprit einsparen.
Ein Tempolimit wäre doch mal ein gutes Signal um Energie zu sparen und für mehr Sicherheit auf deutschen Straßen zu sorgen. Und bitte nicht vergessen, bei den Ölkonzernen die Übergewinne einzustreichen. Auch da sind einige Nachbarländer ebenfalls einen Schritt weiter.
August 2022
Unsere Enkel werden uns noch verfluchen !
Lesen sie diesen Beitrag - am Ende werde ich Ihnen auch verraten warum!
Immer mehr Bürger setzen sich jetzt mit dem Thema Umweltschutz auseinander und einige schließen sich einem Umweltverein an. Denn gut 83 % aller Bürger halten den Umweltschutz für ein wichtiges Thema.
Von „Umweltbewusstsein“ ist die Rede. Die Menschen erkennen allmählich, dass sie einerseits ihre natürlichen Lebensgrundlagen vernichten, aber auch bereit sind zu handeln. Aber ist diese Bereitschaft auch tatsächlich vorhanden und wird sie von den Bürgern und Politikern auch umgesetzt?
Die Praxis sieht oft anders aus: Obgleich sich tausende Autofahrer jeden Morgen mühsam durch den stickigen Berufsverkehr quälen, sind dennoch nur wenige Pendler bereit, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.
Angesichts der globalen Fehlentwicklungen spiegelt sich die Unfähigkeit des Menschen wieder, auf veränderte Lebensbedingungen angemessen zu reagieren. Trotz besserem Wissen werden überlebenswichtige Regenwälder erbarmungslos abgeholzt.
Wollen oder Können wir nicht handeln? Liegt es daran, dass nicht das eigene Verhalten, sondern das Verhalten der
Menschheit als umweltbelastend empfunden wird. Oder stellt sich jeder Einzelne die Frage, was kann ich denn alleine schon ändern ?
Kein Mensch, so Richard von Weizsäcker kann behaupten, er sei moralisch nicht mitverantwortlich für die Folgen seines Tuns.
Und der Physiker Michael Oppenheimer prophezeit: Es ist keine Übertreibung zu behaupten, dass das globale Umweltproblem in den nächsten 40 Jahren das alles bestimmende Thema sein wird, so wie der Kalte Krieg unsere Weltsicht während der letzten 40 Jahre geprägt hat.
Und der Thronfolger Prinz Charles bringt es schließlich auf den Punkt: Unsere Enkel werden uns noch verfluchen.
Bemerkung:
Diesen Beitrag habe ich vor über 30 Jahren (1989) geschrieben und zufällig wieder hervorgeholt. 1989 war auch das Jahr des Mauerfalls. Obgleich wir heute unsere Umweltprobleme weitaus besser analysieren können, ist ein Umdenken schwer zu erkennen.
Noch schlimmer ist, dass viele unserer Umweltprobleme heute in ärmere Länder exportiert werden. Ich denke an die riesigen Sojafelder in den abgeholzten
Regenwälderm, nur damit wir mit dem importierten Soja hierzulande billige Fleischprodukte herstellen können. Mit staatlichen Fördergelder sollen wir jetzt auf abgasfreie Elektrofahrzeuge getrimmt werden, wobei die umweltfeindliche Rohstoffgewinnung einfach ausgeblendet wird. Oder
denken wir an die mittlerweile sehr kurze Lebensdauer aller Gebrauchsgüter, nur damit die Wirtschaft und der Konsumverbrauch unverändert hoch gehalten werden kann. Was für ein unnötiger
Rohstoffverbrauch. Nachhaltigkeit sieht anders aus.
Es wird höchste Zeit, dass sich unsere Politiker Gesetze und Steuergelder zum Wohle der Umwelt und der Allgemeinheit und nicht der Konzerne einsetzen. Ob in der
Agrar-, Energie- oder Verkehrspolitik - ich habe das Gefühl, dass wir im Umweltbereich 30 Jahre lang geschlafen haben.
Wenn die Politik jetzt nicht endlich handelt, werden nachfolgende Generationen uns mit Recht verfluchen!
Mehrwegbecher-Pfandsystem für Coffee-to-go eine tolle Sache
Laut dem Umweltbundesamt werden in Deutschland jährlich rd. 2,8 Milliarden Einwegbecher für heiße Getränke genutzt. Pro Kopf und Jahr kommen wir auf rd. 34 Becher, die nach wenigen Minuten in der Mülltonne oder gar in der Umwelt landen. Kaum vorstellbar: Rd. 43.000 Bäume werden für diese Einwegbecher gefällt.
Abhilfe schafft hier ein Mehrwegbechersystem, dass bei einem Schülerprojekt einer berufsbildenden Schule in Göttingen entwickelt und vom Bundesumweltamt mit dem Blauen Engel ausgezeichnet wurde.
Eines der bekanntesten Vertreiber in diesem Bereich ist das bundesweit agierende Recup System in München. Seine Becher überstehen bis zu tausend Spülvorgänge und ersetzen somit die gleiche Anzahl an Einwegbecher.
Mittlerweile werdern diese Becher auch in Ostfriesland angeboten. Über eine App können die Standorte
unter: www.recup.de einfach runtergeladen werden. Bislang haben sich im Landkreis Leer
lediglich 3 Betriebe einem Pfandsystem für Mehrwegbecher angeschlossen und ich hoffe, es kommen bald noch einige Geschäfte dazu.
Angeboten werden kleine Becher, große Becher mit ostfr. Motiven und für Leute die keine Zeit haben, einfach zum Mitnehmen.
Aufnahmen: Kaffeerösterei Baum in der Fußgängerzone in Leer
Düngeverordnung für Brüssel überarbeitet
Juni 2019: Um ein Bußgeldverfahren aus Brüssel noch abwenden zu können, hat die Bundesregierung die Düngeverordnung wieder überarbeitet.
U.a. ist nun der Düngereinsatz in nitratbelasteten Gebieten um 20 % zu reduzieren und es gelten in diesen belasteten Gebieten bis zu 4 Wochen verlängerte Sperrzeiten.
Aber schon jetzt bezweifelt die Wasserwirtschaft die Wirksamkeit dieser Regelungen. Es gäbe zu viele Ausnahmen und die zuständigen Behörden müssen auch in der Lage sein, die Umsetzungen zu prüfen. Sie fordern ein deutschlandweites Düngesystem mit digitalem Datenaustausch.
Die NABU bemängelt, dass die Bundesregierung die Chance verpasst habe, eine Bindung der Zahl gehaltener Tiere an die Fläche zu koppeln. Und anhand der Ausnahmen wird es schwer sein, eine Zustimmung der EU einzuholen. Sie halten die Ausnahme für Grünland katastrophal, da die Gefahr besteht, dass sie zum Endlager für Gülle werden. Für Ostfriesland könnte die Gefahr bestehen, dass aus benachbarten Landkreisen mit noch höheren Güllemengen zu rechnen ist.
Juni 2019
Gekaufte Agrarpolitik !
Wie schon auf dieser Webseite beschrieben, sind die Interessen der Agrarindustrie und der Agrarpolitik schon seit Jahrzehnten sehr eng miteinander verbunden.
Nicht überraschend, dass eine neue NABU-Studie die engen Verflechtungen zwischen Agrarpolitik, Agrarwirtschaft und Bauernverband diese Verbindungen wieder einmal bestätigt.
Denn seit Jahren werden Entscheidungen, so NABU, gegen das Gemeinwohl getroffen, bei der Düngeverordnung genauso wie bei der Verteilung der milliardenschweren Agrarsubventionen.
Und spätestens wer die ARD-Sendung „ Gekaufte Agrarpolitik – wie Industrie und Agrarlobby durchregieren“ gesehen hat, werden die Augen geöffnet.
NABU weiter: Angesichts der tatsächlichen Situation in der Landwirtschaft ist das Gebaren des Bauernverbandes wirklich absurd. Denn die deutsche Landwirtschaft ist in ihrer Gesamtheit alles andere als umweltschonend und naturverträglich. Aber es wäre nicht fair und auch nicht zielführend, einzelne Landwirtinnen und Landwirte an den Pranger zu stellen. Denn die betrieblichen Entscheidungen sind in hohem Maße auch von den politischen Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben abhängig. Und dieser Rahmen wird in Brüssel und Berlin gestaltet und beschlossen. Häufig beeinflusst und mitgestaltet vom Deutschen Bauernverband, der aber offenbar ganz eigene Interessen vertritt, die sich eben nicht nur an den Interessen der Landwirtinnen und Landwirte oder gar am Gemeinwohl orientieren. (3.5.2019)
Oberster Strippenzieher: DBV-Präsident Joachim Rukwied
Der DBV-Präsident Joachim Rukwied besetzt lt. NABU mindestens 18 wichtige Positionen vor allem in der Agrar- und
Finanzwirtschaft und zahlreichen Verbänden, darunter in den Aufsichtsräten der BayWa AG, Südzucker AG sowie der R+V Allgemeine Versicherung AG. Zugleich ist er Chef des „europäischer
Bauernverbandes“ COPA, der nach dem Zusammenschluss mit der COCEGA, dem europäischen Dachverband der landwirtschaftlichen Genossenschaften, die stärkste repräsentative Interessensvertretung der
europäischen Landwirtschaft darstellt. Durch diesen Posten hat Rukwied auch Zugang zu den Sitzungen der Agrarminister in Brüssel. Außerdem ist er Präsident des Baden-Württembergischen
Bauernverbandes und ganz nebenbei auch noch aktiver Landwirt. Seine Ämter hat Joachim Rukwied jetzt aufgegeben, um sich auf die Aufgaben als Agrarlobbyist zu konzentrieren.
Ämter und Funktionen des DBV-Präsidenten Joachim Rukwied: Grafik NABU
Forderungen der NABU:
Die Verflechtungen des Bauernverbandes mit Politik und Wirtschaft sind so eng, dass Umwelt und Natur, Tierwohl, Gewässer- und Klimaschutz bei politischen Entscheidungen häufig auf der Strecke bleiben. Das muss sich ändern. Zudem vertritt der Deutsche Bauernverband mit seinem exportorientierten und auf immer mehr Wachstum ausgelegten Kurs nicht die Interessen aller Landwirte, die sich ebenfalls deutlich mehr Fördergelder für Tierwohl und Umweltschutz wünschen.
3.5.2019
EU-Reform - und nichts dazu gelernt ?
Eigentlich sollten jetzt ganz andere Themen im Vordergrund stehen und nicht die, schon seit 1991 verschleppte Güllediskussion!
Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) steht vor der Tür, da die EU-Fördertöpfe für 2021 bis 2027 neu verteilt werden. Entscheidend wird sein, inwieweit für die Natur die Umweltschutzmaßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt auch honoriert werden. Das wird aber den Großbetrieben nicht sonderlich gefallen, da sie bislang 80 % der Subventionszahlungen einstreichen.
Die NABU kritisiert schon jetzt die aktuelle Abstimmung der EU-Agrarminister und fordert einen Neustart nach der Europawahl. Da die
Subventionen weiter nach Fläche ausgezahlt werden sollen, schimpfte NABU-Präsident Olaf Tschimpke, ist eine naturverträglichere Richtung gescheitert. Es bleibt egal, ob auf den Flächen
hoch-intensiv oder naturschonend gearbeitet wird und die Förderung der Artenvielfalt bleibt wieder auf der Strecke.
Es stellen sich die Fragen: In wessen Interesse das Gremium eigentlich agiert? Wo bleibt das Gemeinwohl ? Die Agrarressorts sind durchsetzt von Besitzstandswahrer und die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, so Tschimpke weiter, zeigt ebenso keine Ambitionen, den dringend erforderlichen Kurswechsel anzugehen. Ein Jahr im Amt und noch immer liegt kein Vorschlag vor, wie sie sich eine umweltverträgliche EU-Agrarpolitik vorstellt.
Ja – ein sehr schlechter Tag für alle kleinen und mittelständischen Landwirte, für die Natur und alle Steuerzahler. Ein schauriges Lehrstück und man fragt sich immer wieder, warum die Politik sich nicht zum Wohl der Allgemeinheit durchsetzen will oder kann ?